Lunge und Trauer

date_rangeMontag Januar 27, 2020 - im Allgemein

Luft und Atem

Die Lunge und das Gefühl Trauer gehören eng zusammen. Bessere Atmung, kann Angstgefühle lösen und Trauer schneller bewältigen. Hingegen kann nicht verarbeitete Trauer zu Lungenkrankheiten führen, welche auch erst in folgenden Generationen sichtbar wird. Ein komplexes Thema. Daher ist folgender umfangreiche Artikel in mehrere Bereiche aufgebaut.

  • Lunge Anatomie und wichtigste Bereiche
  • Molekulare Prozesse
  • Lunge und Gefühle
  • Die Trauer

Zitate zum Thema:

Zitat

Achte auf Pausen – die Pause zwischen zwei Gedanken, die kurze Pause zwischen den Worten eines Gesprächs, zwischen den Tönen beim Klavier- oder Flötenspiel, auf die Pause zwischen Ein- und Ausatmen. Wenn du diesen Pausen Aufmerksamkeit schenkst, wird aus dem Gewahrsein von »etwas« einfach Gewahrsein. Die gestaltlose Dimension reinen Gewahr seins steigt in dir auf und tritt an die Stelle der Identifikation mit Form.

Eckard Tolle

Bei jedem Atemzug stehen wir vor der Wahl, das Leben zu umarmen oder auf das Glück zu warten.

Andreas Tenzer

Lunge und Trauer – Anatomie der Lunge

Grundaufbau

Die Lunge ist ein der Atmung dienendes, paarig angelegtes Organ. Es nimmt Sauerstoff aus der Atemluft auf und transportiert Kohlendioxid als Endprodukt des Körperstoffwechsels ab. Echte Lungen kommen beim Menschen und bei den luftatmenden Wirbeltieren vor.

Die Lungen sind paarig: Aufgrund der asymmetrischen Lage von Herz und Herzbeutel sind die linke Pleurahöhle, und damit auch die linke Lunge, etwas kleiner als die rechte.
Dafür gibt es auch unterschiedliche Herzlappen: 3 rechts – 2 links. Jedes Segment hat im Allgemeinen die Form einer Pyramide, deren Spitze zum Hilum weist.

Die Bronchien

Lunge und Baum sind wie zwei konträre Teile des Ganzen und beide reagieren gleichermaßen auf Luftverschmutzung.

Der Atem fließt über die Trachea zu den Verzweigungen der Bronchien. Dieser wird auch Bronchialbaum genannt. Die Hauptbronchien teilen sich auf in die Lappenbronchien – rechts in drei Lappenbronchien: Bronchi lobares superior, medius und inferior und links in die Bronchi lobares superior und inferior. Diese teilen sich dann noch in weitere kleinere Bronchien.

Alle Bronchien besitzen in ihrer Wand als Strukturmerkmale Knorpel, Drüsen und glatte Muskulatur. In der Trachea und den Bronchien werden die luftführenden Hohlräume von Knorpelspangen offengehalten. In den kleineren Bronchien ist dafür eine dickere Schicht aus glatter Muskulatur mit vereinzelten Knorpeln.

Die Alveolen

Die Alveolen sind der Ort des Gasaustausches (O2 gegen CO2) und bilden eine Gesamtoberfläche von ca. 140 m2. Der Ausausch findet nur durch den Gasdruck statt. Die oberflächliche Alveolarwand ist von Alveolarepithel bedeckt.

Die mit Luft gefüllten Räume besitzen um sich herum ein Kapillarnetz. Bindegewebe trennt die einzelnen Bereiche. Dieses fühtn die Kapillaren und sichern damit den Funktionserhalt der Blut-Luft-Schranke.

Neben dem Lungenkreislauf für die Alveolen, werden die Bronchien mit eigenen Blutgefäßen versorgt.

Alveolarmakrophagen

Die Alveolarmakrophagen zählen zum Monozyten-Phagozyten-System. Ihre Aufgabe ist es Staubpartikel, Keime und tote unbrauchbare Zellen in und außerhalb der Alveolen zu beseitigen. Nach erfolgter Phagozytose wandern die Alveolarmakrophagen in die mit Flimmerepithel ausgestatteten Luftwege, wo sie mit dem Schleimfilm transportiert werden. Die Alveolarmakrophagen können allerdings auch in das Bindegewebe des Lungenparenchyms migrieren.

Embryologie der Lungen

Schon am 26. Schwangerschaftstag sind grundlegende Atmungsbereiche angelegt. Am Ende des ersten Schwangerschaftsmonats gibt es dann fünf Säckchen, die den fünf Lungenlappen entsprechen. Innerhalb weniger Wochen (bis 17. SSW) entsteht nach und nach der gesamte Bronchialapparat.

Am Ende der Schwangerschaft entstehen die ersten Lungenbläschen (20%). Erst nach der Geburt entsteht der Rest. Im Mutterleib füllt eine Flüssigkeit füllt alle Teile der ungeborenen Lunge aus. Während der Geburt wird die Lunge im Geburtskanal regelrecht ausgepresst. Dies erleichtert dem Neugeborenen, die Lunge mit Luft zu füllen.

Das Zwerchfell – Stichpunkte

  • Die drei Zwerchfelle: Schädelzwerchfell, Brustkorbzwerchfell, Beckenzwerchfell sind miteinander irgendwie verbunden. Eine Bewegungseinschränkung eines Zwerchfells beeinträchtigt die anderen. Mittleres dirigiert die anderen.
  • Gesund: 18 Exkursionen pro Minute = Tag 25000x
    • Wenn das nicht klappt-> Verdauungs und Ausscheidungsorgane beinträchtigt
  • Kräftigster Muskel im Körper und drückt Leber, Milz und Darm zusammen
  • Gallenfluss wird dadurch gelenkt
  • M.Psoas  ist an L2 (und L1) (Höhe Schambein)  gekoppelt und wird auch dem Nierenmeridian zugeordnet – Wirkt sich auf Hüftbeweglichkeit aus (Liegen und nachaußen drehen) – siehe auch Klimakterium
  • Der Quadratus lumborum zählt zum Dickdarmmeridian
    Themen : Ausscheiden und Loslassen. ->oft Ausatemschwierigkeiten
  • Herzstechen, kann auch durch eine Schwellung der Rippenknorpel am Sternalansatz entstehen.

Luftröhre

  • Wiederholung der Wirbelsäule, stabile und bewegliche Elemente
  • Korpelspangen geben Halt

Der  Psoas

Auf beiden Seiten der Wirbelsäule entspringend, umspannt der Psoas seitlich vom 12. Brustwirbel (T12) jeden der 5 Lendenwirbel. Von dort verläuft es abwärts durch den Unterbauch, das Becken und endet am oberen Ende des Femur (Oberschenkelknochen). 

Der Psoas ist der einzige Muskel, der die Wirbelsäule mit den Beinen verbindet. Er ist für unsere aufrechte Haltung verantwortlich und ermöglicht es, unsere Beine beim Gehen anzuheben. Ein gesund funktionierender Psoas stabilisiert die Wirbelsäule und, unterstützt vom Rumpf, bildet er eine Art Ablage für die lebenswichtigen Organe des Unterbauchs.

 Der Psoas ist durch Faszien mit dem Zwerchfell verbunden, die sowohl den Atemreflex wie einen Angstreflex auslösen können, denn der Psoas ist unmittelbar mit dem Reptiliengehirn, dem ältesten Teil des Hirnstamms und des Rückenmarks, gekoppelt. Schon lange bevor sich Sprache oder die höhere Organisationskapazität des Cortex entwickelten, hielt das Reptiliengehirn, das für seinen Überlebensinstinkt bekannt ist, die essentiellen Kernfunktionen aufrecht.

Wirkung des angespannten Psoas

 Unser schnelllebiger moderner Lebensstil (mit ständigem Ansturm von Adrenalin auf unser sympathisches Nervensystem) bewirkt ein chronisches Triggern und Straffen des Psoas – und macht uns damit im wörtlichen Sinn bereit zu rennen oder zu kämpfen. Die Muskelkraft des Psoas hilft, in Aktion zu treten – oder sich zum Schutz wie ein Ball zusammenzurollen.

 Spannen wir ständig, bedingt durch Stress oder Anspannung, den Psoas an, kann der Muskel irgendwann eine Vielzahl von schmerzhaften Erkrankungen wie Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen, Ischias, Bandscheibenprobleme, Spondylose, Skoliose, Hüft-Degeneration, Knieschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Unfruchtbarkeit und Verdauungsproblemen auslösen.

 Ein angespannter Psoas erzeugt nicht nur strukturelle Probleme, er engt die Organe ein, übt Druck auf die Nerven aus, hindert den Bewegungsfluss und beeinträchtigt die Zwerchfellatmung.

 In der Tat ist der Psoas so unmittelbar an den grundlegenden physikalischen und emotionalen Reaktionen beteiligt, dass ein chronisch angespannter Psoas dem Körper kontinuierlich Gefahr signalisiert. Irgendwann können sich dabei die Nebennieren und das Immunsystem erschöpfen.

Diese Situation wird durch viele Dinge in unserem modernen Lebensstil verschärft, von Autositzen zu einengender Kleidung, von Stühlen zu Schuhen, die unsere Haltung beeinträchtigen, die natürlichen Bewegungsabläufe verändern und dabei unseren Psoas verkrampfen.

Der erste Schritt zur Pflege eines gesunden Psoas ist unnötige Spannungen und Stress abzubauen. Doch um mit dem Psoas „zu arbeiten“, sollte man nicht versuchen, die Muskeln zu kontrollieren. Die Wachheit aller Sinne zu kultivieren ist die Botschaft. Dies beinhaltet die bewusste Wahl, Achtsamkeit für seinen Körper zu entwickeln.

Der entspannte Psoas

Ein entspannter Psoas ist ein Zeichen von spielerischem und kreativem Ausdruck. Statt eines verkrampften Psoas, stets bereit zu rennen oder zu kämpfen, ist der entspannte und geschmeidige Psoas bereit, sich zu dehnen und öffnen, um zu tanzen. In vielen Yoga-Übungen (wie z. B. dem Baum) können wir die Oberschenkel nicht vollständig nach außen drehen, solange der Psoas nicht entspannt ist und eine ständige Enge erzeugt. Ein gelockerter Psoas erlaubt es, die Vorderseite der Oberschenkel zu strecken und die Beine unabhängig vom Becken zu bewegen. Ebenso ermöglich er ein freies und vollständiges Aufrichten des Rumpfes und ein Öffnen des Herzens.

 Durch Förderung eines gesunden Psoas können wir wieder lebenswichtige Energien in unserem Körper entfachen, sobald wir lernen, uns an die Kräfte des Universums anzubinden. Innerhalb der taoistischen Tradition wird der Psoas der Sitz oder der Muskel der Seele genannt, er umgibt den unteren „Dan Tien“, das Hauptenergiezentrum des Körpers. Ein flexibler und starker Psoas ermöglicht subtile Energien durch die Knochen, Muskeln, Nerven und Gelenke fließen zu lassen.

 Der Psoas, von Energie durchströmt, verbindet uns mit der Erde. Wie ein Erdungskabel verhindert er Schocks und eliminiert Energiestagnation. Befreit und geerdet kann die Wirbelsäule und der zentrale Energiekanal (Sushumna) „erwachen“. Wie die Gravitationsströme das Gewicht durch Knochen, Gewebe und Muskeln in die Erde übertragen, schickt sie die Erde zurück und die Kräfte fließen in die Beine und in die Wirbelsäule. Sie energetisieren, koordinieren und beleben die Körperhaltung,  die Bewegungen, den Ausdruck, die Gefühle und Gedanken. Es ist ein ununterbrochenes Gespräch zwischen dem Selbst, der Erde und dem Kosmos.

Die Steuerung – Nervensystem

Durch den X Hiernnerv, vor allem den ventralen Vagus wird die die Lunge innerviert. Sein sensorischer Anteil meldet z.B. den Dehnungszustand der Lunke über spezifische Rezeptoren. Zu hohe sympathikotone Belastung erschafft Atemprobleme.

Zwerchfellatmung und verlängertes Ausatmen aktiviert das neurovegetative Gleichgewicht. Chemorezeptoren im Rückenmark registrieren die Zusammenstzung des Liquors und beeinflussen das Atemsystem. Chemorezeptoren  im Aortabogen messen das Steigen des CO2 Gehalts (Hypoxie)

Der CO2 Gehalt

Atem wird danach beurteilt wie stark C02 Gehalt ist. Es wird so geatmet, dass Co2 abnemen soll. Und nicht 02 aufnehmen.

Denn der vorrangige Zweck der Atemfrequenz ist, dafür zu sorgen, dass der CO2-Pegel einen optimalen Wert hat. Sinkt der CO2-Wert in der Lunge unter 3 % funktioniert der Gasaustausch in der Lunge nicht mehr. Durch Regelung der Atemfrequenz und Atemtiefe hält der Körper eine Konzentration von etwa 6 % aufrecht. Ist der CO2-Wert zu hoch, vertieft oder beschleunigt die Atemsteuerung die Atmung. Es ist also in der Regel nicht der Bedarf an Sauerstoff, der eine Einatmung auslöst, sondern meist der Überschuss an CO2. Die Steuerung dieser Prozesse findet im Hirnstamm statt, kann aber im Gegensatz zum Herz auch bewusst beeinflusst werden.

Dies ist keine neue Erkenntnis. Die Yogis nutzen diese Methode schon seit mehreren 1000 Jahren und nennen dies Pranayama. Aber auch moderner Techniken, wie die Buteyko-Methode bedienen sich zur zum Beispiel zur Heilung von Asthma spezieller Atemtechniken. Diese Technik geht davon aus, dass Asthma ein Schutz vor zuviel CO2 im Blut sein könnte.

Weitere wichtige Infos in Stichpunkten

  • Der Gasaustausch wird durch den CO2 Gehalt im Blut reguliert. Also nicht durch die Menge an 02
  • Je besser man ausatmet, desto tiefer atmet man ein.
  • Schlafapnoe könnte ein Heilungsversuche vom System sein.

Lunge-Dickdarmmeridian und das Metallelement. Kontrollierende Lebensaspekte, Erschaffung des Bewusstseins, Lunge nimmt auf, Darm scheidet aus.

Lunge aus Sicht des Somatic Release

Lungenprobleme nehmen weltweit in den letzten Jahren zu. Insbesondere die COPD Erkrankungen sind auch bei Frauen gestiegen. Ursachen sind die zunehmende Luftverschmutzung und andere Faktoren der neuen Zeit.

Faktor Bewegung:

Die Lunge will bewegt werden! Sie dehnt sich mit jedem Atemzug und folgt der Bewegung des Brustkorbs und des Zwerchfells passiv. Bei eingeschränkter Beweglichkeit der Rippen oder der Wirbel, auch der Halswirbel wird auch die Lungenbewegung eingeschränkt. Denn die Lunge ist von der Pleura visceralis umhüllt, Brustkorb von der Pleura parietalis und diese beiden haften aneinander und gleiten gegeneinander wie zwei Glasscheiben. Die Brustkorbbewegung zieht also die Lunge mit. Die Blutgefäße folgen der Dehnung und somit wird die Lunge durch die Bewegung durchblutet. Die Einatmung unterstützt die Durchblutung, die Ausatmung den Rückfluss zum linken Vorhof. Herz und Lunge sind hier eine Einheit. Sitzende Tätigkeiten sind hier einschränkend. Auch können vergangene Entzündungen Verklebungen oder Narben hinterlassen, welche die Elastizität der Lunge einschränken und weitere Infekte fördern.

In der Osteopathie überprüft man die Beweglichkeit des Brustkorbs, d.h. Rippen, Wirbel, Zwerchfell und die zugehörigen Weichteile und schaut nach Bewegungseinschränkungen um diese dann zu lösen und die Beweglichkeit der Lunge und Atemfunktion wieder herzustellen. Dann arbeitet man mit dem Blutfluss hinein in jeden Lungenlappen bzw venös zurück zum Herzen.

Wichtig ist auch die Zwerchfellbeweglichkeit: Diese kann durch die Bauchorgane eingeschränkt werden. Eine gestaute Leber z.B. kann bewirken, dass sich das Zwerchfell mehr anspannt und die Ausatmung dadurch schwerer wird. Die Verbindung zur Halswirbelsäule C3-5 durch den Nervus phrenicus ist auch zu erwähnen. Dieser Nerv innerviert das Zwerchfell aber auch Muskeln des Schultergürtels und der Schulterkapsel. Kombinationen von Einschränkungen dieser Strukturen sind häufig zu finden.

Krankheiten

Das allergische Asthma, d.h, eine Störung der Ausatmung ist eine Überreaktion des Immunsystems auf Pollen, Staubmilben, bestimmte Gerüche usw. Aufgabe ist es hier, die Ursache der Überreaktion herauszufinden. Häufig sind dies Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder zuviel schadende Reize. Ein Barriereproblem im Darm, Stress durch Gliatin oder Casein kann z.B. solche Reaktionen auslösen. Besteht oder bestand Neurodermatitis, dann schau auch nach einem Filagrinmangel. Den kann man an vielen Falten in der Handinnenfläche erkennen. Die Schleimhautbarriere ist dann nicht ausreichend geschützt. Durch Gabe von einer Aminosäure, Histitin kann man das ausgleichen.

COPD ist eine Autoimmunerkrankung der Lunge und nimmt drastisch jedes Jahr weltweit zu. Die Lunge wird wieder zur Schwimmblase, es kann immer weniger O2 aufgenommen werden, da sich die Alveolenoberfläche verringert. Oft geben Stoffwechselstörungen die Grundlage. Glucose oder Leptinprobleme als Beispiel. Hier ist eine ketogene, glycinreiche Ernährungsweise wichtig:Rote Beete, Rosenkohl, Geflügel, Fisch, Algen, Wasserkresse, Spinat. Aber auch viel Bewegeung, guter Biorhythmus tag-nacht, Infrarotsauna etc.

Somatoforme Verbindungen
Die Lunge hat die Form eines Baums, sie steht im Gasaustausch mit der Umgebung und in Verbindung mit den Pflanzen zum Gasaustausch. Sie ist wichtig für Luft, Sprache, Kommunikation und damit in enger Beziehung zum ventralen Vagusnerv. Beobachten, Augenkontakt und Bewegung, Lachen, Reden, Singen, sind positive Ausdrucksweisen dieser Verbindung. Durch einen Schock, ein Trauma kann sich die Gehirnaktivität verändern. Die Sympaticusaktivität bei einer Flucht,- oder Kampfreaktion erweitert die Bronchialgefäße, damit mehr Energie oder Luft zur Verfügung steht, wenn wir weglaufen. Eine kurzfristige Aktion ist ok, chronische SA fördern Probleme mit dem Immunsystem und bewirken häufige Infektanfälligkeiten oder Allergien. Reagiert der Organismus auf ein Trauma mit einem Freezezustand, dann ist der hintere Vagus aktiv und dieser reguliert unser Stoffwechselsystem herunter. Langsame, flache Atmung, niedriger Puls etc.( wie Depression) Dies geschieht, um unsere Energien zu schonen, macht uns auf lange Sicht jedoch krank. Diese vegetativen Störungen können durch Aktivität unseres neusten Gehirnteils, dem Frontalen Cortex mit Aktivierung des ventralen Vagus aufgelöst werden. Dieser hat zur Unterstützung den Gesichtsnerv, N. Facialis ( Mimik, Lachen), den Occulomotorius: Augenbewegungen, EMDR etc und den Glossopharyngeus: Singen, Schlucken, Reuspern!!! Meditationen und Achtsamkeitsübungen sind wichtig.

DIE EMOTIONALE LUNGE

Lunge ist energetisch auch immer verbunden mit dem Lunge, Dickdarm System und auch verbunden mit den Nieren.

Themen:

  • Die Ordnung: Wie Innen, so Außen
  • Zurückweisen von Unerwünschtem,
  • Nein sagen
  • Loslassen
  • Überflüssiges verabschieden
  • Vorurteile und Schuld (Dickdarm) – Der Körper vergisst nichts
  • Die Lunge gibt die Festigkeit des Gedankens
  • Lunge ist Rhythmus
  • Einen langen Atem haben
  • Einatmen inspiriert
  • Ausatmen erschafft und verwirklicht

Und ganz wichtig: Atem ist auch Bewusstsein.

Die Lunge und die Trauer

Wenn das Herz Emotionen beinhaltet, dann schützt der Brustkorb mit der Lunge das Herz vor Emotionen. Und Trauer kann manchmal überwältigend sein. Die Lunge portioniert sozusagen die Emotion für das Herz.

In der gängigen Literatur wird die Lunge mit der Emotion Trauer in Verbindung gebracht. Ich möchte das nicht so standardisiert stehen lassen, sondern ein wenig differenzieren. Zum einen begegnet mir auf den „inner Journey’s“ oft die Schicht Trauer. Die dazugehörige Körperwahrnehmung ist ein Druck auf der Lunge. Die Atmung wird flach.

Dazu gehörig ist auch immer die nächste Schicht, meist eine Emotion aus dem Bereich Ärger, Wut oder dann auch Hilflosigkeit. Das macht Sinn. Gegen wen will man seinen Ärger richten. In der Trauer um verlorene Menschen – ob durch Trennung oder Tod – sind wir hilflos. Und das einzige was hilft ist das anzunehmen. In der Lunge wird dieses Gefühl gehalten und damit ein ständiger innerer Prozess des Verarbeitens ausgelöst. Ist dieser Prozess für das Unbewusste verarbeitet, geht die Verarbeitung in den Bauch über. Die Bauchatmung beginnt und verarbeitet die Emotionen ( Doch davon mehr in einem weiteren Podcast ). Meist verändern sich die systemischen Strukturen dann innerhalb von Tagen ( Neue Partner , Umzug …, neuer Haarschnitt 😉 )

Wird der Prozess der Verarbeitung nicht angenommen, bleiben die Spannungen in dem Lungenbereich erhalten und müssen für ein Funktionieren in der Gesellschaft kompensiert werden. Mit genügend Energieaufwand ist das machbar. Sie können aber erwarten, dass Emotionen keine Zeit kennen und höchstens in der Intensität nachlassen. Das Thema bleibt aber bestehen und oft sucht man sich unbewusst Situationen im Leben, um dieses wieder aufleben zu lassen. Aber wem erzähle ich das. Kennen Sie solche zerstörerischen Strategien. Ob ja oder nein. Gut ist es da einmal genau hinzusehen und diese vielleicht zu verändern.

Veränderung

Die oben benannte Kompensation belastet die Lunge. Denn diese kontraktiert Muskelbereiche, welche dadurch unter Zellstress kommen.

So ist es gut möglich an diesem Bereich manuell zu behandeln. Doch eine Entspannung in diesem Bereich kann unter Umständen zum Erscheinen der bis dato gehaltenen Emotion führen. Für manuelle Behandler ist dieses manchmal nicht leicht zu handhaben.

  • Realisierung des Todes fördern
  • – Wahrnehmung und Ausdruck der mit der Trauersituation ver-bundenen Gefühle fördern
  • – Klärung der Beziehung zum verstorbenen Menschen fördern
  • – Wahrnehmung und Ausdruck der, auch ambivalenten, Gefüh-le gegenüber dem verstorbenen Menschen fördern
  • – Rückzugsbedürfnisse, Ambivalenzen und Aggressionen Trauernder akzeptieren und präsent bleiben[169]
  • – verlässlich, verfügbar, zugewandt, freundlich, liebevoll sein

Unser Weg ist dabei Somatic Release. Dies ist auch für Ärzte und Manualtherapeuten zu empfehlen, aber auch Psychologen und Coaches können Lösungen daraus mitnehmen, die eine Erweiterung der eigenen Behandlung sein können.

In Verbindung mit manuellen Techniken, sollte ein Behandler vor allem auf den die Verbindungen vom Thorax zu Hirnstamm und dem limbischen System achten. Vielfach findet man craniale Spannungen in den dazugehörigen Bereichen im Gehirn.

Wichtig

  • Die Bewältigung des Verlustes ist ein Weg von der Derealisation zur Realisation. Deshalb ist es erforderlich, die Realisation des Todes zu fördern.
  • – „Nach einem Verlust folgt unvermeidlich eine hohe emotionale Belastung und eine Depression.
  • – Das Erleben intensiver emotionaler Belastung stellt eine notwendige Voraussetzung des Heilungsprozesses dar. Fehlt eine solche Reaktion, ist dies ein Zeichen einer pathologischen Entwicklung.
  • – Ein Verlust muss durchgearbeitet werden; die mit dem Verlust einhergehenden Veränderungen müssen emotional konfrontiert werden.
  • – Nach erfolgter „Trauerarbeit“ kommt es zu einer bleibenden Verbesserung des Zustandes und zu einer vollständigen Erholung des psychischen Befindens.
  • – Als Ergebnis erfolgreicher Trauerarbeit kann der Verlust nicht nur akzeptiert werden, sondern er bekommt auch eine Bedeutung für das eigene Leben

Emotionale Grundmuster

Bowlby geht davon aus, dass das Bindungsverhalten instinktgeleitet ist, dass es auf den Überlebensnotwendigkeiten beruht, einmal das Sorgeverhalten einer Bindungsfigur hervorzurufen und zum Zweiten als Mitglied einer Gruppe vor Gefahren der Wildnis, insbesondere einem Beutegreifer, besser geschützt zu sein.[189] Zum Zwecke der Herstellung und Aufrechterhaltung affektiver Bindungen entwickelten Menschen bestimmte Verhaltensweisen, zu denen neben Weinen, Klammern, Schreien und Suchen auch aggressive Reaktionen gehören.[190] Trauer entsteht beim Zerreißen einer bestehenden Bindung:

Im Sinne subjektiver Erfahrung wird die Entstehung einer Bindung als Sich-verlieben, die Aufrechterhaltung einer Bindung als Jemanden-lieben und der Verlust eines Partners als Um-jemanden-trauern bezeichnet. Drohender Verlust löst Angst aus, und tatsächlicher Verlust verursacht Kummer, während beide Situationen wahrscheinlich Wut hervorrufen.“

Phasen der Trauer

„1. Phase der Betäubung, die gewöhnlich einige Stunden bis eine Woche dauert und unterbrochen werden kann von Ausbrüchen extrem intensiver Qual und/oder Wut.

2. Phase der Sehnsucht und Suche nach der verlorenen Figur, die einige Monate und manchmal Jahre dauert.

3. Phase der Desorganisation und Verzweiflung.

4. Phase eines größeren oder geringeren Grades von Reorganisation.“

Übungen

Beobachtung der Atmung

  • Man kann dies auch daran erkennen, dass wir wenig natürlich atmen. Nehmen Sie sich jetzt mal ein paar Sekunden und beobachten Sie Ihre Atmung…
  • Bewegt sich Ihr Brustkorb ?…
  • Bewegt sich Ihr Bauch ? …
  • Bewegen sich Ihre Schultern ?…
  • Mehr Einatmung, Mehr Ausatmung
  • Länger Einatmen, Länger Ausatmen
  • Atem-, und Dehnübungen aus dem Yoga oder die Hyperkapnieübung der KPNI trainieren dies und kann als Hausaufgabe gut unterstützen.

Stehen für Qadratus lumborum: Aufrecht stehen, Füße eng beieinander – Hüften seitlich bewegen – Wenn unsicher,dann mehr Balance übungen.

Atmung

Zwerchfell-Trainings-atmung

Ich bin Haltung : Gerade sitzen als würden Sie eine Krone hoch auf dem Kopf tragen.

-> wirkt direkt auf Milz und linke Niere und rechts auf Leber und re. Niere:
Übung: 2/4 Stoßweise mit dem  Zwerchfell einatmen und 3/6 malstoßweise ausatmen
Das ganze in 6-10 Durchläufen und dann normal atmen mit Betonung auf das Ausatmen

Wendeatmung

  1. Ich bin Haltung
  2. ->Aktivierung des Vagus
  3. 4 Takte Einatmen
  4. 2 Takte Halten
  5. 6 – 8 Takte Ausatmen
  6. 2 Takte Halten

Kabhalabathi

Stärkt das Zwerchfell und die Atemhilfsmuskulatur. Reinigt die Lungen. Massiert Herz, Leber und Magen. Während der Periode des schnellen Atmens wird der Sauerstoffgehalt im Blut sehr stark erhöht. Das Blut wird dadurch alkalisch(basisch), was bestimmte Stoffwechselvorgänge und Entschlackung verbessert. Beim Atemanhalten steigt der Kohlensäuregehalt im Blut, was wiederum andere Stoffwechselvorgänge anregt und die Lungeneffizienz verbessert. Die Zeit des Atemanhaltens ist ein Trainingsreiz, der dazu führt, dass die Lungenkapazität sich erhöht, Kreislauf und Herztätigkeit verbessert werden. Kapalabhati hilft, die Atemwege (Bronchien, Alveolen, Luftröhre und Nasendurchgänge) zu reinigen und ist eine gute Vorbeugung gegen Heuschnupfen, Asthma und Erkältungskrankheiten. Kapalabhati wirkt reinigend und entschlackend auf den ganzen Körper

Durchführung

20-60x den Bauch mit der Atmung bewusst stoßweise ausatmen

Hypoxie-Hypercappnia Atmung

Sensibilisierungstraining für die CO2 Rezeptoren

Bewegung (einfach in die Knie, sonst Ergomenter… )

Einatmen und Halten

Ein Aus Ein Halten und dann weiter

4 min am Start – später und bei Krankheit 30 Minuten.

Weinatmung

Oberlippe nach vorne – durch die Nase einatmen und durch den Mund Stossweise 4-5 mal ausatmen -> Aktiviert den Trauerreflex

Weitere Atemtechniken

  • Schiffshorn Atmung-> Aktiviert sehr stark Bauchatmung mit Lösung des festgehaltenen Bauchfells. Stuck in Leber, Magen, Galle, Niere können gelöst werden.
  • Ujiai Atmung – Kehlenton – Beruhigt den Geist und die inneren Stimmen. Wirkung auf somatische Marker im Magen und Darmbereich. – Reinigung auch des Hals und der Stimmbänder. Veränderung des Parasympathischen Gleichgewichts
  • Bienenatmung. Einatmen durch den Mund – ausatmen durch die Nase mit einem feinen Nasenton, der an summende Bienen erinnert. ->Wirkt aktivieren bis in das Becken und in die Beckenorgane.

Thako Atmung – Thalamus Kontrolle – Markus Röder

Alles unter den Thalamus bekommen, damit regulative Prozesse wieder selbstständig ablaufen können!. Eine der besten Biohacks Selbstheilungsmethoden.

ABLAUF

  1. Augen  schließen
  2. 1 Minute Atemfrequenz zählen
  3. Dann 3 Minuten Atemfrequenz halbieren und Autosuggestion: Alles ist normal: Gefühle, Geräusche, Gerüche.  Akzeptiere alles und lass es über die Schultern abfließen.
  4. Kurze Körperreise
  5. 30x Hyperventilieren
  6. Einatmen 80% Atem anhalten (Alles unter Kontrolle)
  7. 20x Hyperventilieren
  8. Einatmen 80% Atem anhalten (Alles unter Kontrolle)
  9. 10x Hyperventilieren
  10. Einatmen 80% Atem anhalten (Alles unter Kontrolle)
  11. 3 Minuten körperlich trainieren mit Hyperventilation und Pausen im Takt


Stichworte  

Artikel zum Thema
keyboard_arrow_up