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Darm, Selbstvertrauen und Grenzen setzen

Grundlegendes zum Darm

Im Gesundheitscoaching geht es vor allem darum, wie Emotionen mit dem Körper zusammenhängen. Und dabei spielt der Darm eine außerordentliche Rolle. Gerade wenn es um das Selbstvertrauen geht. Wie schon in dem Podcast Lunge und Trauer, sind die Auswirkungen dieses größten unserer Organe auf unser Denken weitreichend. Auf was sollte man achten? Welche körperlichen und geistigen Übungen unterstützen die Gesundheit? Dies sind Inhalte dieses Podcasts. Mehr Infos gibt es zudem noch bei den Gesundheitstagen.

Zuerst mal ein paar Fakten: Der Darm ist mit 5-7 Metern länge. Aufgeteilt auf Dünn-, Dick- und Enddarm ist er das längste Organ in unserem Körper. Wie die Lunge ist er ein Barriere zwischen dem Innen im Körper und der Außenwelt. Hört sich erst mal seltsam an, aber das innere des Darms gehört nun mal zum Außen.

Wie bei der Lunge ist dieser Übergang einer der Hauptaspekte, die körperlich und auch mental zu Problemen führen können. Wollen wir doch mal genau hinsehen: An den Rändern des Darms werden Nährstoffe in den Körper aufgenommen. Es ist also eine Grenze, die nur gewünschte Dinge überschreiten dürfen. Das hängt auch mit der Fähigkeit des Menschen zusammen sich abzugrenzen und unterscheiden zu können, was gut und was nicht gut für einen ist. Und der Darm beeinflusst dabei das Denken, genauso, wie das Denken den Darm beeinflusst. Heißt: Wenn Sie es schaffen sich besser abzugrenzen, dann kann auch der Darm wieder gesünder werden. Hört sich einfach an. Ist es aber nicht. Doch es gibt Wege.

Leaky Guts – Löcher im Darm und im Selbstvertrauen

Aber erst mal die Fakten. Das Problem nennt sich beim Darm „Leaky Guts“ oder auch Barrierendurchlässigkeit des Darms.

Wer sich jetzt fragt, was denn  Barrierendurchlässigkeit bedeutet, dann hier einfach ein paar Beispiele.

  • Fangen wir mal im Mund an, da kann man das gut erkennen. Mangelhafte Mundflora, typischerweise durch Zucker und falsche oder mangehafte Zahnpflege verursacht, führt dazu, dass neben Karies auch Parodontose entsteht. Letztere ist eine Entzündung des Zahnfleisches und damit einer Barriere von innen nach Außen. Das Immunsystem ist dadurch ständig in Aufruhr.
  • Fleisch von Tieren, die ähnliche Gene wie wir haben. Hier vor allem das Neu5Gc das unseren Gen Neu5Ac sehr ähnlich ist. Ist es nach dem Essen am Darm, dann kann es beginnen sich kurzzeitig als körpereigenes Gen auszugeben und wird aufgenommen. Doch unser Immunsystem erkennt das dann irgendwann und beginnt mit einer Entzündungsreaktion dagegen zu kämpfen, was auf Kosten des Gewebes im Darm geht. Der Darm bekommt Löcher. Neu5Gc ist hauptsächlich in Schweinefleisch aber auch den meisten Säugetier-Vierfüßlern vorhanden.
  • Weitere Antinutrienten die in bestimmten Speisen sind, wie Gluten (z.B. Weizen), Sapoine, (z.B in Hülsenfrüchten und Kartoffeln).
  • Lektin, das auch in Nahrungsmitteln vorkommt, die sich durch weiche Schalen schützen (auch Weizen)

Es gibt da eine ganz Menge mehr. Ich verweise da auf einen ausführlichen Blog: https://www.gesund-heilfasten.de/darmerkrankungen/leaky-gut-syndrom.html.

Der mentale Aspekt – Es geht um Energiehaushalt

Und was bedeutet Barrierendurchbruch im Darm? Wenn feine Entzündungen im Darm auftreten oder kleine Löcher (Leaky Guts) in der Darmwand entstehen, dann können Nahrungsbestandteile in den Körper eindringen. Dies löst einen kleinen lokalen Alarm des Immunsystems aus. Die Eindringlinge werden vernichtet. Aber ein Loch ist ein Loch und wenn das bestehen bleibt, dann entwickeln sich aus diesen Leaks sogenannte „niedriggradige Entzündungen“ oder auch LGI’s. Stellen Sie sich das wie eine Pumpe in einem Schiff mit Leck vor, die eben immer mehr dauerhaft pumpen muss. Das kostet Energie. Durch LGI’s kann das Immunsystem schon mal einen Anstieg des Energiebedarfs bedeuten: Von 5% des Normalzustand auf 15% oder mehr im Alarmzustand.

Gehen wir mal davon aus, dass ein Bereich in Ihrem Körper dauerhaft 10% mehr Energie benötigt: Dann ist das in einem ökologisch ausbalancierten System, wie es unser Körper ist, eine ganze Menge. Kurzfristig wird das vom Herz-Kreislauf-Zuckersystem angefordert. Höherer Blutdruck und/oder mehr Appetit auf Zucker & Kohlenhydrate. Längerfristig übernimmt jedoch ein mentaler Aspekt die Regelung. Denn ,wie wir im populären Buch Darm mit Charme gelernt haben, reden Gehirn und Darm miteinander. Und daraus ergeben sich folgende Aspekte:

Wir ziehen uns innerlich und äußerlich zurück und gehen nicht nach Außen. Sparen unsere Kraft und Energie. Wir setzen uns auch nicht Aspekten aus, die unsere Grenzen verletzen würden. Denn im Gehirn ist der Wunsch sich zu schützen als Impuls vom Immunsystem auch angekommen. Wenn Sie wirklich eine Grippe hätten, würden Sie sich in Bett legen und kurieren. Aber bei LGI’s ist es ein subtiler Rückzug. Das Ergebnis, gerade bei längerfristigen Darmproblemen: Die Art sich nach außen abzugrenzen wird schwieriger, der Selbstwirksamkeitskoeffizient SWE sinkt, das Selbstvertrauen wird geringer. Das Gefühl nach Rückzug und Erholungsbedarf steigt, die Leistungsfähigkeit sinkt. Kommt jetzt noch weiterer Stress dazu, dann umso mehr. Unser Körper ist ein System der Kompensation. Solange nur ein kleines Problem da ist, kann er das kompensieren. Aber irgendwann geht es nicht mehr.

Die Kompensationen des Geistes

Wenn man lange seine Verantwortung für die eigene Ernährung und den Energiehaushalt nicht nachkommt, dann beginnen Kompensationen in Körper und Geist. Eine davon ist Ängstlichkeit. Und die gehört zum Darm, Wer es schafft seine Ernährung perfekt umzustellen, der kann angstfrei werden. ‚Und damit wieder mehr ins Selbstvertrauen kommen. Wenn nicht der nagende Aspekt des inneren Zweifels mehr am Selbstbewusstsein knabbert, dann kommt Stärke nach Außen. Sehen Sie übrigens wie in unseren Redewendungen dieses Bild bereits vorhanden ist. „Knabbern am Selbstbewusstsein“, ist eine passende Analogie zu den „Leaks“ im Darm.

Spannender weise neigen die Menschen zum Jammern, statt etwas zu verändern. Darm und Jammern gehört „imho“ zusammen. Denn die fehlende Energie gehört zum Selbstbewusstsein. Doch der Lösungsversuches richtet sich auf die anderen Menschen. Und wenn man versucht mit Schwäche jemanden zu manipulieren, dann kann man das eben landläufig auch gerne Jammern nennen. Die Hilflosigkeit des unbewussten Menschen, der isst ohne Nachzudenken, führt eben zu Wut und aggressiven Verhalten. Oder er führt bei Darm Themen eher zu Schwäche mit manipulierendem Verhalten.

Lösungswege

  • Sanieren Sie Ihren Darm. Da muss ich nichts mehr dazu sagen. Es gibt genügend Bücher und Foren zu dem Thema. Wir folgende der kPNI und der mehr oder minder Paläo-Ernährung, was aber nicht für jeden des Richtige ist. Ernährung ist ein Abwegen zwischen Nutienten und Anti-Nutrienten. Aber es ist gut zu wissen, was für Sie gut ist. Wenn Sie wollen kommen Sie zum Testen. Mit ausgeklügelten Tests mittel Muskeltest und Emotional-Mentalen Patterns finden wir die für Sie beste Zusammenstellung.
  • Die richtigen Nahrungsmittelergänzungen. Allem voran Laktoferrin, dass unser Immunsystem unterstützt und damit einen Teil der Energie freigibt, die wir für die Entzündungsreaktion brauchen.
  • Trainieren Sie Abwehr, geistig. Ich habe ein eine Reihen von mentalen Methoden zur Grenzsetzung und im folgenden Podcast gibt es auch einige der Übungen als Audio/Video zum Mitmachen.
  • Und Abwehr körperlich. Für Menschen mit Darmproblemem ist Karate die richtige Sportart. Muskelaufbau im Core-Bereich, der auch zu den Bauchmuskeln gehört. Aber natürlich auch Sport im Allgemeinen.
  • Und die Darmbakterien. Eine Studie mit einer Gruppe gesunder Personen, die 30 Tage lang eine probiotische Kombination erhalten hatten, gab ein größeres Wohlbefinden und weniger Angstgefühle an als die entsprechende Placebogruppe. Beide Gruppen waren nach gängigen psychiatrischen Einschätzungstests bewertet worden.

Alles in allem viel Selbstverantwortung und Fokus auf sich Selbst. Tragen Sie sich zum Newsletter oben ein und erhalten Sie die nachfolgenden Übungen kostenlos.

 

 

Studien: Literatur

[1] Alan E. Hoban et al, Microbial regulation of microRNA expression in the amygdala and prefrontal cortex, Microbiome (2017).

[2] Bhaskar Roy, Michael Dunbar, Richard C Shelton and Yogesh Dwivedi, Identification of MicroRNA-124-3p as a Putative Epigenetic Signature of Major Depressive Disorder, Neuropsychopharmacology (31 August 2016).

[3] Johnson, K. (2013). Leaky Gut Syndrome. In F. R. Volkmar (Ed.), Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders (pp. 1706–1712). Springer.