Bitte schau einfach mal auf die kommenenden Ausbildungen : Neurocoach und Somatic Release. Sicher findest Du dabei auch die Ausbildung, die für Dich der Weg ist.
Warum rein mentales Coaching oft versagt: Echte Veränderung auf 5 Ebenen
Viele Menschen kennen die Frustration: Man hat zahlreiche Methoden ausprobiert, Glaubenssätze gewälzt und Ressourcen aufgebaut. Trotzdem tauchen alte Muster, Blockaden oder Ängste – wie etwa klassische Prüfungsangst – in Stressmomenten immer wieder unvermindert auf. Markus Roeder erklärt im Video anhand der Neurobiologie, warum rein kognitives Arbeiten oft an Grenzen stößt und wie eine ganzheitliche Orchestrierung von Gehirn und Körper nachhaltige Veränderung ermöglicht.
Der physiologische Knackpunkt: Der „Amygdala-Hijack“
Wenn ein äußerer Trigger im limbischen System als Bedrohung bewertet wird, schaltet das Gehirn in den Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsmodus. Die Amygdala „kapert“ (hijackt) den präfrontalen Kortex – das rationale Denkzentrum wird blockiert, logisches Abwägen ist kaum mehr möglich. Wer sich nur im mentalen Bereich „übercoacht“, stößt auf eine biologische Barriere: Das emotionale System lässt sich von rein logischen Argumenten nicht regulieren, wenn die wechselseitigen neuronalen Leitungsbahnen nicht trainiert sind.
Die 5 Ebenen ganzheitlicher Transformation
- Mentale Ebene (Präfrontaler Kortex): Stärkung kognitiver Ressourcen, Erarbeiten neuer Denkmuster und Stärkung des präfrontalen Kortex, damit dieser hemmende Signale an die Amygdala senden kann.
- Kommunikation zwischen Verstand und Emotion: Gezieltes Feuern vernetzter Areale (z. B. präfrontaler, orbitofrontaler Kortex und Amygdala). Erst wenn Feedbackschleifen in beide Richtungen aktiv sind, gelingt echte Selbstregulation.
- Tiefes limbisches System (Emotionale Ebene): Arbeit unterhalb von sprachlichen Geschichten oder Bildern. Hier geht es um die feine Veränderung und Lösung tiefliegender, verdeckter emotionaler Spannungszustände.
- Die Schnittstelle im Gehirn (Insula / Inselrinde): Die Insula verarbeitet Körpersignale (Interozeption) und bewertet emotionale Zustände. Wird dieser Bereich geschult, gelingt eine kognitiv-körperliche Neubewertung von Reizen.
- Körperliche Ebene & Vagus-System (Somatic Release): Reize rufen somatische Marker in Gewebe und Organen ab. Über Methoden wie Somatic Release – entwickelt in Zusammenarbeit mit der Osteopathie – werden Faszien, Organbeweglichkeit und aufsteigende Nervenbahnen (Nervus Vagus) so reguliert, dass der Körper dem Gehirn Entwarnung („alles ruhig“) signalisiert und emotionale Trigger neutralisiert.
„Wenn du nicht lernst, dass die Verbindung zwischen beiden Seiten hin und her fließt, wirst du nie eine echte Regulation hinbekommen.“ – Markus Roeder